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Geschichte

 

 

Herzlichen Glückwunsch zur

Auszeichnung beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

 

 

Präsentation des Zeitzeugenprojekts

im Jüdischen Gemeindezentrum München 

 

Schüler fragen Zeitzeugen

Eine Gruppe von Schüler/innen der Q 11/12 des Gymnasiums Geretsried beteiligt sich an dem Zeitzeugenprojekt “Geschichten aus dem DP-Lager Föhrenwald- Zeitzeugeninterviews- Kurzfilme- Videoclips fürs Internet“. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ)  und dem Leo-Baeck-Institut.  Professionelle Hilfe bekommen die Schüler/innen vom Historischen Verein Wolfratshausen und ihrer Vorsitzenden Dr. Sybille Krafft, dem Filmemacher Rüdiger Lorenz und dessen Sohn  Philipp.
 
 
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts beschäftigten sich die Schüler/innen mit der Geschichte des jüdischen Volkes, mit der  Zeit des Nationalsozialismus und der Shoah.  Durch die räumliche Nähe der Schule zum ehemaligen DP-Lager Föhrenwald (heute Waldram) konnten wir den Regionalbezug herstellen und die  jüdischen Nachkriegsgeschichte vor Ort erfahren. Das DP-Lager Föhrenwald war von 1945 bis 1957 vorübergehend Heimat für Juden, die den Holocaust überlebt hatten. Die meisten emigrierten in die USA, nach Kanada und nach Israel. Als das Lager 1957 aufgelöst wurde, fanden die letzten „Föhrenwalder“ Wohnungen in München, Frankfurt, Düsseldorf. Die Schüler/innen stellten den Kontakt zu den ehemaligen DPs her und luden sie zu einem Interview ein. Die ersten vier Gespräche fanden bereits statt. Michael Heigl (Q12) interviewte im Oktober 2013 Boris Gerczikow und Helene Berger aus Düsseldorf. Im Dezember 2013 führten Veronika Schlosser und Viktoria Ziesler (Q11) ein Gespräch mit den Münchnern Icek Surowicz und Jacques Cohen. Die Gespräche und der Schneidetermin fanden im Studio Lorenz in Icking statt. Unter professioneller Anleitung von Rüdiger Lorenz, seinem Sohn Philipp und Sybille Krafft stellten Florian Heider, Michael Heigl, Veronika Schlosser und Felix Wieland in stundenlanger Detailarbeit den ersten  10 minütigen Film her, der am 18. 2. 2014 im Jüdischen Gemeindezentrum am St. Jakobs-Platz 18, München im Rahmenprogramm der Ausstellung „Die Kinder vom Lager Föhrenwald“ zu sehen sein wird.
 
 
 
 
Am 23. 2. 2014 kommen die ehemaligen DPs Majer Szanckower und Abraham Ben aus Frankfurt zu Besuch und werden von Nicol Mayr, Sophia Anitsakis, Cedric Hübner und Constantin Lentrodt interviewt und gefilmt. Auch dieses Gespräch wird in einem Kurzfilm festgehalten  und öffentlich zu sehen sein.
Für die Schüler/innen ist das Projekt eine einmalige Gelegenheit mit Überlebenden der Shoah zu sprechen, um zu erfahren, welches Schicksal ihre Gesprächspartner und deren Familien während des Nationalsozialismus hatten und wie es gelang nach 1945 ein neues Leben aufzubauen. 
(Eva Greif -Scholz)
 
 
 
 

Die Theorie in der Praxis erleben.

Ein Erfahrungsbericht von Viktoria Ziesler

Diese Chance hatten wir, drei Schüler des Gymnasiums Geretsrieds, am 19.12.13. Zusammen mit Frau Krafft, Vorsitzende des Historischen Vereins und des Vereins „Bürger fürs Badehaus“, und einem professionellen Kamerateam interviewten wir Icek Surowicz und Jacques Cohen. Beide sind  ehemalige Bewohner des Lagers Föhrenwald, welches das letzte DP-Lager in Bayern war (von 1945-1957). In Föhrenwald fanden  Juden nach dem 2.Weltkrieg, nach Holocaust und KZ-Gefangenschaft. vorübergehend eine neue Heimat.
Von der Einrichtung der Unterkünfte, der Schulbildung und der Freizeitgestaltung der Kinder bis hin zu traditionellen Festlichkeiten wie Bar Mizwa, Shabbat  und Hochzeiten erfuhren wir alles über das damalige Leben im Lager.
Herr Cohen und Herr Surowicz erzählten uns oftmals mit leuchtenden Augen Anekdoten und Erlebnisse aus ihrer Kindheit in Föhrenwald. Das Leben dort mag vielleicht. sehr einfach und spärlich gewesen sein, aber sie waren glücklich. Sie als Kinder mussten sich um nichts sorgen, sie wurden dort nicht mit den dunklen Erlebnissen der Kriegszeit konfrontiert, denn hier in Föhrenwald vermied man es über das NS-Regime oder die Shoah zu reden. Die Älteren wollten diese schreckliche Zeit vergessen und den Kindern eine unbeschwerte Kindheit ermöglichen..
Vor allem für Herrn Surowicz muss die Zeit im DP-Lager eine ausgesprochen gute Zeit gewesen sein. Als kleiner Junge mit ca. 9 Jahren wurde er mit Mutter und Geschwistern aus der Ukraine deportiert und nach Polen in ein Getto gebracht. Von dort mussten sie vor der SS fliehen.
„Um fünf Uhr morgens haben die an die Tür geklopft. Dann ist es uns gelungen, durch ein Fenster rauszulaufen.“ Zwei Jahre haben sie ich im Wald versteckt.  „Ja- das war nicht einfach. Im Winter war der Wald nass und hatte viel Schnee... Dann hat man die Schuhe selber gemacht.“ Übernachtet haben sie in selbstgebauten Hütten. „... und als Decke haben wir die Blätter gehabt, die von den Bäumen runtergefallen sind.“
 Im Lager Föhrenwald konnten er und seine Freunde endlich wieder Kind sein, Fußball spielen und in der Isar baden.
So erzählten uns Herr Cohen und Herr Surowicz auch, dass sie das DP-Lager eigentlich. nicht verlassen wollten. Aber sie durften nicht bleiben und so verabschiedeten sie sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge und zogen nach München, um sich ein eigenes Leben aufzubauen und eine eigene Familie zu gründen.
„Oft und gerne erinnern wir uns an die Zeit im Lager Föhrenwald zurück“, sagen beide.
Der Verein „Bürger fürs Badehaus“ möchte nun im ehemaligen Badehaus Föhrenwalds einen Ort der Erinnerung schaffen und das Leben im Lager dokumentieren und für die Nachwelt zugänglich machen. Und darüber freuen sich die ehemaligen „Föhrenwalder“.
Wir möchten uns bedanken, dass wir Teil dieses Projekts sein dürfen. Es war eine einmalige Chance für uns Zeitzeugen zu interviewen und darüber  einen Film zu machen.
Was wir sonst nur alles in der Schule theoretisch aus Schulbüchern lernen, durften wir jetzt in der Praxis erfahrbar machen. 
 

Wir durften Geschichte erleben.

 

 
Exkursion nach Dachau

 

  Ich habe Angst vor dem, 

 was ich

sehen werde...

Wie ist es wohl den Häftlingen

 hier ergangen?

Wird mich erschüttern, 

was ich sehen werde?

     

Wie werde ich die vielen 

verschiedenen 

Eindrücke auffassen?

 

Es wurde mir klar,

wie

unmenschlich 

mit den Häftlingen

umgegangen wurde. 

 

Unsere Gedanken und Fragen zu Beginn … 


Brutal und erschreckend! 


Ich bin ernüchtert und aufgewühlt...


Wie kann man

als Mensch 

anderen so etwas antun?


Ich stand genau da,

wo

vor weniger als 100 Jahren

Tausende von Menschen

umgekommen 

sind!

 

Unvorstellbar 

und erschütternd!

 

 … und am Ende des Rundganges

 

 zusammengestellt von Nathalie Starke & Julia Husmann, 9d 

(auf der Basis verschiedener Eindrücke der  Klassen 9b und 9d )

 

 

Grundwissen

 

Jahrgangsstufe 6:

 

Jahrgangsstufe 7:

 

Jahrgangsstufe 8:

 

Jahrgangsstufe 9:

 

Jahrgangsstufe 10:

Geschichte:

Sozialkunde: