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W- und P- Seminare

 

P-Seminar "Sport"

Herzliche Einladung zum Vortrag "tranZalp" am Donnerstag, 24.11. um 19:30 Uhr

in der Aula des GymGer - Eintritt FREI

 

P-Seminar "Chemie"

Geretsried – Es duftet nach Lavendel, Mandarine und Zimt. Die Öle mit diesen Essenzen werden mit weich gekochter Kakaobutter verrührt, Maisstärke und andere Zutaten genau nach Rezept hinzugegeben. Der Chemiesaal des Geretsrieder Gymnasiums verwandelt sich zur Zeit regelmäßig in eine Seifenfabrik - immer dann, wenn das Projekt-Seminar Chemie unter der Leitung von Carmen Bruns sich dort trifft. Zwölf Mädchen und Buben der Q11 stellen in diesem Seminar eine eigene Kosmetikreihe her. Von der Produktion über die Gestaltung und Namensgebung bis zum Marketing und Verkauf liegt alles in den Händen der angehenden Abiturienten. Als externe Hilfe, wie sie im P-Seminar vorgesehen ist, steht den Schülern die Naturkosmetik-Herstellerin Dana Weidner aus Geretsried zur Seite. Dank Weidner dürfen die Seminarteilnehmer ihre Erzeugnisse vermarkten, denn die Rezepte sind getestet.

Im Chemiesaal herrschen hygienische Bedingungen, die ausreichen, um Seifen, Badesalze und Badepralinen ohne Wasser herzustellen. Die Sozial- und  Kräuterpädagogin Dana Weidner, die in Kochel am See eine Seifen- und Kräutermanufaktur betreibt, leitet die Jugendlichen nicht nur an, sie ist auch „Hauptsponsorin“ des Projekts, indem sie ihre Rohstoffe zur Verfügung stellt. Erst wenn der Verkauf läuft, müssen die Schüler ihr das Geld dafür geben. Das lehrt sie zum einen, sehr sorgsam mit den wertvollen Ingredienzien umzugehen. Zehn Milliliter Lavendelöl kosten zum Beispiel sieben Euro. Zum anderen lernen sie, bei Firmen und Privatleuten höflich um Spenden anzufragen. 

Ein Logo und einen Namen für ihre Kosmetiklinie haben die Mädchen und Buben bereits entworfen. Die Seifenkugeln und  der Badesprudel sollen unter dem Label „Gymétique“, einer Zusammensetzung aus den Wörtern Gymnasium und Kosmetik, vermarktet werden. Die Gruppe hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Am 28. November sollen die ersten hübsch verpackten Erzeugnisse beim Elternabend angeboten werden. Noch mehr müssen die Nachwuchs-Chemiker bis Weihnachten produziert haben. Dafür arbeiten sie mindestens eineinhalb Stunden pro Woche, wenn nötig auch länger. „Es macht Spaß, etwas Eigenes zu kreieren“, sagt Nicole-Eva Rosen, während sie Kakaobutter-Stückchen unter Rühren in einem Kochtopf schmilzt. Anna Werner gefällt, dass man „von A bis Z verantwortlich ist“ für das Produkt. Dass sie einmal beruflich in Richtung Chemie gehen werden, glauben die beiden Schülerinnen eher nicht. Für ihre Lehrerin Carmen Bruns ist es wichtig, dass jeder bei dem Teamarbeit-Projekt seine Stärke entdecken kann. So kümmern sich jeweils vier Schüler federführend um einen speziellen Bereich. Die Arbeitsgruppen heißen „Produkt“, „Marketing“ und „Gestaltung“. Die guten Rechner in der Gruppe kalkulieren die Verkaufspreise, die charmant Auftretenden versuchen ihr Glück bei möglichen Sponsoren.Ohne das Knowhow und die Zeit, die Dana Weidner ehrenamtlich zur Verfügung stellt, würde das Vorhaben scheitern. Die Geretsriederin sagt, sie finde es einfach schön, wenn sich junge Menschen für die Natur interessierten und eine Wertschätzung für Naturprodukte entwickelten. Das werden die zwölf Schüler bestimmt, wenn  nach einigem Experimentieren endlich die perfekte Seifenpraline in Herzform gelungen ist, die man mit Blüten verziert und in Zellophan verpackt stolz zum Verkauf anbieten kann.    

 

 

 

Stichwort P-Seminar:

 

Das Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung, kurz P-Seminar, ist Teil der gymnasialen Oberstufe in Bayern. Es soll die Schüler bei ihrer Studien- und Berufswahl unterstützen, indem es sie auf die Anforderungen von Hochschule und Berufswelt vorbereitet. Die Schüler in der Qualifikationsphase (Q11 und Q12) arbeiten ein bis eineinhalb Jahre an einem Projekt, das sie gemeinsam mit außerschulischen Partnern umsetzen. Die Bewertung fließt in die Abiturnote ein.